Erfüllte Sexualität ist kein Zufall und kein Quick-Fix. Sie beginnt im Unterbewusstsein – dort, wo alte Muster sitzen und neue Möglichkeiten wachsen können. Erfahre, warum nachhaltige Veränderung Zeit und Wiederholung braucht – und wie du sie trainierst.
Wie du langanhaltend und nachhaltig eine erfüllende Sexualität lebst
Gehörst du zu den Frauen, die sich eine langanhaltende und nachhaltig erfülltere Sexualität wünschen? Dann ist dieser Artikel für dich.
Ich weiß, dass die Sex-Industrie uns gerne Quick-Fixes verkauft: ein Sex-Toy hier, schnelle Befriedigung da, aufregende Abenteuer.
Daran ist nichts schlecht.
Wenn du auf meiner Seite gelandet bist, dann wahrscheinlich, weil du dich nach einer nachhaltigen Transformation sehnst.
Etwas, das bleibt. Etwas, das nährt und tief erfüllt. Etwas, das tiefe Intimität schafft.
Denn das Suchen nach kurzfristigen Pleasure-Heights gibt dir keine Erfüllung und auch nicht mehr Intimität in der Partnerschaft. Es hilft dir nicht dabei, dich wohl in deinem Körper zu fühlen und deinen Körper lieben zu lernen.
Es ist Fast Food. Kurzfristig erfüllt es seinen Zweck, langfristig fehlt dann doch etwas.
Woher kommt langanhaltende Veränderung?
Der Schlüssel liegt in deinem Unterbewusstsein und damit verbunden in deinem Nervensystem und deinem Körper.
In unserem Unterbewusstsein und unserem Körpergedächtnis schlummert das, was manche Menschen „Glaubenssätze“ nennen.
Es sind die Muster, die immer und immer wieder durch gleiches Verhalten geprägt und verstetigt wurden.
Sex hat bei vielen das gleiche Muster. Ganz konkret: Rummachen, Penetration, Orgasmus, fertig.
Viele Menschen folgen immer und immer wieder demselben Skript.
Ein paar sind damit ganz zufrieden. Aber sehr viele nicht.
Vielleicht ist es bei dir auch ein anderer Ablauf – zum Beispiel keine Sexualität zu leben, Sex über dich „ergehen zu lassen“ oder Sex als Arbeit zu empfinden.
Wie auch immer du gerade Sexualität lebst oder nicht lebst. Das ist das Muster, das sich durch Wiederholung in unser Unterbewusstsein einprägt.
Wenn wir langanhaltend etwas ändern wollen, müssen wir am Unterbewusstsein und unserem Körper ansetzen. Ganz konkret: bekannte Muster verändern, neue Muster etablieren und dem Körper dabei helfen, mehr und mehr Lust und Genuss zu empfinden.
Die „Temperratureinstellung deines Körpers“ Verändern
Unser Körper ist bis dato auf eine gewisse Menge an Lust und Genuss eingestellt – auf das, was du erleben kannst, die Menge an Freude, die du gewohnt bist. Wie eine Art Temperatureinstellung.
Wenn wir über diese Temperatureinstellung hinausgehen – also mehr Lust und Genuss erleben –, wird es ungemütlich für unser Unterbewusstsein. Nicht, weil es dich nicht mag oder ein schlimmer Saboteur ist, sondern weil es die Aufgabe deines Unterbewusstseins ist, dich sicher und am Leben zu halten.
Und das, was du kennst, hast du schon mindestens einmal überlebt – es ist also sicher.
Dieses Prinzip gilt übrigens in allen Lebensbereichen. Gay Hendricks beschreibt dieses Phänomen als „Upper Limit“.
Nachhaltige Veränderung findet statt, wenn unser Unterbewusstsein, unser Körper und unser Nervensystem in der Lage sind, dauerhaft mehr und mehr Lust und Genuss zuzulassen.
Dafür müssen wir das trainieren.
Wie trainieren wir das? Indem wir regelmäßig, körperlich, mehr Lust und Genuss zulassen.
Das hört sich sehr einfach an. Ich habe als Sex-Coach aber schon oft gesehen, dass es das gar nicht ist.
In einer Kultur, in der uns von früh an „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ vorgebetet wurde, ist es manchmal ganz schön schwer, sich für Lust, Genuss und Lebensfreude zu öffnen.
Wie kann ich mich für mehr Lust und Genuss Öffnen?
1. Indem du regelmäßig Genuss in deinem Körper spürst
In meinen Coachings mache ich deswegen „Pleasure Practice“ mit meinen Klientinnen. Sie bekommen aufgezeichnete Meditationen und Übungen, damit sie regelmäßig in Kontakt mit ihrem Körper kommen und bewusst lernen, Genuss und Lust im Körper zu spüren und zu halten.
Ich arbeite auch gern mit sogenannten „Micro Pleasure Practices“ – kleinen Momenten im Alltag, in denen ich bewusst etwas genieße: die Sonne auf der Haut, das warme Wasser beim Duschen, den Kaffee am Morgen.
Die Regelmäßigkeit hilft deinem Körper, sich mehr und mehr in dieser neuen Region sicher zu fühlen.
2. Indem du lernst, mit deinen „Upper Limits“ umzugehen
Die Upper Limits sind oft der Grund, warum Menschen zu mir ins Coaching kommen. Es kann zum Beispiel eine intensive Schamdusche nach der Sexualität sein, abschweifende Gedanken oder ein Zusammenkrampfen des Körpers. Manche Klientinnen beschreiben sehr laute und störende Gedanken wie die To-do-Liste oder plötzliche Schreckensbilder zu schlimmen Dingen in der Welt. In diesem Blogartikel beleuchte ich diese speziellen Phänomene aus Nervensystem- Perspektive.
Das ist dein Unterbewusstsein, das dir signalisiert: Ich fühle mich nicht sicher. Es versucht, durch diese Manöver wieder in den gewohnten Bereich zurückzukehren.
Ein konstruktiver Umgang mit Upper Limits erlaubt dir, diese Phänomene wahrzunehmen, dich aber nicht mit ihnen zu identifizieren – und im zweiten Schritt deinem Körper die Möglichkeit zu geben, sich sicherer zu fühlen. Zum Beispiel, indem du eine Ressource aufrufst, einen Ort, an dem du dich sicher fühlst, oder deinen Atem zur Hilfe nimmst, um dein Nervensystem zu beruhigen.
Diese beiden Prozesse geschehen parallel, und Wiederholung macht hier den großen Unterschied.

Hi, ich bin Jasmim.
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